
Produktbild vom Hersteller bereitgestellt
In diesem Ratgeber
1Password verkauft seinen privaten Passwortmanager in zwei Varianten: Individual für eine Person und Families, dessen Basistarif laut Preisseite fünf Plätze enthält. Das Währungsmenü der Seite bietet USD, CAD und EUR. In der Euro-Ansicht kostet Individual 3,65 € im Monat bei jährlicher Abrechnung, also 43,80 € im Jahr, oder 4,39 € im Monat bei monatlicher Zahlung.
Einen Gratis-Tarif gibt es nicht, nur 14 Tage zum Ausprobieren, danach zahlen oder gehen. Genau da liegt der Unterschied zu Bitwarden, dessen Premium-Tarif auf einem dauerhaft kostenlosen Konto aufsetzt und nur in US-Dollar ausgewiesen wird: 19,80 US$ im Jahr. Zu klären ist, ob eine schönere App und ein paar Extras einen Tarif ohne Gratis-Stufe rechtfertigen.
Unser Fazit
Ein solider Passwortmanager für eine Person: Die 43,80 € Listenpreis bezahlen Apps, Passkey-Handling und Extras wie Geheimschlüssel und Reisemodus. Erst testen, bei Interesse jährlich zahlen.
- Passt gut zu
- Einzelpersonen mit Apple-, Windows- und Android-Geräten, die Passkeys und Logins im selben Tresor wollen und für eine angenehm bedienbare App zahlen.
- Wir würden darauf verzichten, wenn
- Sie wollen einen Gratis-Tarif als Rückfall, brauchen mehr als 1 GB für Anhänge oder nutzen bereits Bitwarden und haben daran nichts auszusetzen.
Gründe, es in Betracht zu ziehen
- Apps für macOS, iOS, watchOS, Windows, Android und Linux plus Erweiterungen für fünf Browser in einem Abo
- Passkeys lassen sich wie jedes andere Tresor-Element speichern und teilen
- Geheimschlüssel zusätzlich zum Kontopasswort, Watchtower-Warnungen und Reisemodus schon im Tarif Individual
Die Kompromisse
- Kein Gratis-Tarif, nur 14 Tage Testphase; laut Bedingungen wird am letzten Tag abgebucht, wenn nicht vorher gekündigt wurde
- Die Bedingungen nennen alle Beträge in US-Dollar und überlassen Umrechnungsgebühren der Bank; dazu 1 GB Speicher gegenüber 5 GB bei Bitwarden Premium
- Alle Zahlungen gelten laut Bedingungen als nicht erstattungsfähig, Erstattungen nur im Einzelfall
Was wir nicht überprüft haben: Offen bleibt, in welcher Währung die Karte am Ende belastet wird, ob Mehrwertsteuer im Euro-Preis steckt oder dazukommt und wie das Autofill auf den Seiten funktioniert, die Sie tatsächlich nutzen. Jeder dieser Punkte kann die Wahl zu Bitwardens günstigerem Premium-Tarif kippen.
Die Produkte in diesem Ratgeber
Ein genauerer Blick auf die Produkte: für wen sie passen könnten und was du vor dem Kauf prüfen solltest.

Individual Plan (annual)
Apps für sechs Betriebssysteme, Erweiterungen für fünf Browser, Passkeys als teilbare Tresor-Elemente, ein Geheimschlüssel zusätzlich zum Kontopasswort und 14 Tage Testphase, um das Autofill auf den eigenen Seiten zu prüfen.
Vor dem Kauf: 43,80 € im Jahr zum Listenpreis ohne Gratis-Tarif, Bedingungen in US-Dollar, 1 GB Speicher und eine Erstattungsregel, die mit „nicht erstattungsfähig“ beginnt.
Preis geprüft am 17. Oktober 2026. Händlerpreise können sich ändern.Drei Preise für einen Tarif, dazu Bedingungen in Dollar
Individual hat je nach Zahlweise drei Preise. Bei jährlicher Abrechnung sind es 3,65 € im Monat, abgebucht als 43,80 € im Voraus. Bei monatlicher Zahlung sind es 4,39 €, über zwölf Monate also 52,68 € und damit 8,88 € mehr für die Freiheit, jeden Monat auszusteigen. Der dritte Preis ist die Aktion: Neukunden, die direkt auf 1password.com abschließen, sehen im ersten Jahr bei Jahresabrechnung weitere 25 % Rabatt, in der Euro-Ansicht 2,74 € im Monat. Danach gilt der Listenpreis. Über Google Play oder den Apple App Store gibt es die Aktion laut Seite nicht.
Preisseite und Bedingungen beschreiben die Testphase aus verschiedenen Richtungen. Die Seite verspricht „Keine Kreditkarte erforderlich. Jederzeit kündbar.“ Die Bedingungen halten dagegen, dass Sie für die Testphase Ihre Abrechnungsdaten angeben müssen können und dass am letzten Tag automatisch abgebucht wird, wenn Sie nicht gekündigt haben. Danach verlängert sich das Abo von selbst, solange Sie nicht über die Kontoseite oder den Support kündigen.
Mehrere Klauseln wiegen für deutsche Käufer schwerer als der Listenpreis. Die Bedingungen nennen alle Beträge in US-Dollar und legen Umrechnungsgebühren Ihrer Bank oder Kartenfirma auf Sie um, während die Preisseite Euro zeigt. Welcher Betrag an der Kasse gilt, beantwortet die Seite nicht. Steuern gehen ebenfalls zu Ihren Lasten, ob Mehrwertsteuer im Euro-Preis steckt, steht nirgends. Als Zahlungswege nennt die FAQ Kreditkarte, Geschenkgutschein und ACH-Abbuchung, Letzteres nur für US-Bankkonten. Alle Zahlungen sind „nicht erstattungsfähig“, Ausnahmen entscheidet das Unternehmen im Einzelfall. Ein Widerrufsrecht für Verbraucher kommt im Text nicht vor.
Sechs Betriebssysteme, fünf Browser, ein Gigabyte
Der Tarif gilt für einen Nutzer mit 1 GB Speicher. Die Vergleichstabelle von 1Password nennt Apps für macOS, iOS, watchOS, Windows, Android und Linux sowie Browsererweiterungen für Chrome, Safari, Edge, Firefox und Brave. Gespeichert werden nicht nur Logins, auch Adressen und Kreditkarten stehen in der Tabelle. Dazu kommt ein Entwickler-Werkzeugkasten mit SSH-Workflows, Git-Commit-Signierung sowie CLI und SDKs, ohne Aufpreis.
Beim Teilen kann mehr, als ein Einzelplatz-Tarif vermuten lässt. Sie können Elemente an beliebige Empfänger weitergeben, auch ohne 1Password-Konto, einen Ablauf setzen und den Verlauf der geteilten Elemente einsehen. Der Reisemodus blendet gewählte Tresore beim Grenzübertritt aus. Gastkonten für die Tresorfreigabe und unbegrenzt viele geteilte Tresore stehen in der Tabelle nur beim Tarif Families, nicht bei Individual.
Passkeys als Tresor-Elemente und der Geheimschlüssel
1Password behandelt einen Passkey wie ein gewöhnliches Element. Bietet eine Seite an, einen anzulegen, schlägt die Browsererweiterung das Speichern vor, und die Anmeldung später läuft über denselben Vorschlag. Weil Passkeys Elemente sind, lassen sie sich ordnen, verschieben und teilen. Die Produktseite verspricht ein nahtloses Passkey-Erlebnis auf Mac, iOS, Windows und Android, während andere Lösungen Passkeys an ein Gerät oder ein Ökosystem binden könnten. Wer einen Passkey in 1Password löscht, entfernt ihn nicht bei der Website, darauf weist die Supportseite eigens hin.
Das zweite Alleinstellungsmerkmal ist das Kontomodell. Die Tabelle nennt durchgängige Verschlüsselung aller Tresor-Informationen, auch URLs und Element-Titel, und doppelten Schutz aus Kontopasswort und Geheimschlüssel. Der Geheimschlüssel entschärft ein schwaches Kontopasswort. Zugleich ist der Verlust der Zugangsdaten zum Tresor ein ernstes Problem.
Gegen Bitwarden Premium
1Password zeigt Euro, Bitwarden nur US-Dollar, einen Preisabstand in Zahlen gibt es deshalb nicht. Bitwarden Premium kostet 19,80 US$ im Jahr, ausgewiesen als 1,65 US$ im Monat, auf einem kostenlosen Konto, das laut Seite grundlegende Passwortverwaltung „immer kostenlos“ bietet, mit Passkey-Verwaltung und unbegrenzt vielen Geräten. Ob und wie viel Euro das am Ende sind, hängt vom Kurs und von der Abrechnung Ihrer Bank ab; Bitwarden vermerkt, dass die Preise ohne Steuern gelten, 1Password schweigt dazu.
Bitwarden Premium enthält laut Seite 5 GB für Dateianhänge, 1Password Individual 1 GB. Passkeys beherrschen beide. Geheimschlüssel, Reisemodus, eine watchOS-App und das Entwickler-Werkzeug führt nur die Tabelle von 1Password auf, die Bitwarden-Seite listet davon nichts. Wer noch nie einen Passwortmanager benutzt hat, fährt mit Bitwardens kostenlosem Konto risikoärmer. Wer beide ausprobiert hat und die Apps von 1Password vorzieht, zahlt genau für diese Vorliebe.
Überspringen, wenn kostenlos der Punkt ist
Verzichten Sie, wenn das Wichtigste an einem Passwortmanager ist, dass er nichts kostet. 1Password hat keinen Gratis-Tarif, unterhalb des bezahlten Tarifs Individual bietet die Seite nur die 14 Tage Testphase. Bitwardens kostenloses Konto deckt die Grundlagen dauerhaft ab, einschließlich Passkeys. Auch wer gescannte Dokumente im Tresor ablegen will, sollte aufpassen: 1 GB ist schneller voll, als es klingt, sobald Passscans und PDFs hineinwandern.
Wenn die Testphase überzeugt, nehmen Sie die Jahresabrechnung. Monatliche Zahlung kostet 8,88 € im Jahr mehr für eine Flexibilität, die Sie vermutlich nicht brauchen, und der Neukundenrabatt gilt nur bei Jahresabrechnung direkt bei 1Password. Hinterlegen Sie für die Testphase eine Karte, setzen Sie sich eine Erinnerung für Tag 13: Laut Bedingungen wird am letzten Tag abgebucht, eine spätere Erstattung liegt im Ermessen des Unternehmens.
Wie dieser Ratgeber entstanden ist
Grundlage sind die unten genannten Produktseiten und Angebote, ohne Testwerte oder Ergebnisse, die wir nicht selbst gemessen haben. Spezifikationen und Preise ändern sich, prüfe deshalb auf der Originalseite das genaue Modell, den aktuellen Preis, die Lieferung und die Rückgabe.
- 1Password: Passwortmanager Preise für Einzelpersonen und Familien (öffnet in einem neuen Tab)
- 1Password: Passkeys in 1Password (öffnet in einem neuen Tab)
- 1Password Support: Save and sign in with passkeys in your browser (öffnet in einem neuen Tab)
- 1Password: Terms of Service (öffnet in einem neuen Tab)
- Bitwarden: Preise und Tarife (Deutsch) (öffnet in einem neuen Tab)

